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페터 한트케의 발칸 토포그래피 - 『도나우, 사바, 모라바, 드리나 강으로의 겨울여행 또는 세르비아에게 정의를』에 나타난 정치적 지형도와 공간시학을 중심으로Die politische Herausforderung und der poetische Sinn der Balkanliteratur von Peter Handke - Eine Interpretation auf Grundlage seines Reiseberichts Eine winterliche Reise zu den Flüssen Donau, Save, Morawa und Drina oder Gerechtigkeit für Serbien

Other Titles
Die politische Herausforderung und der poetische Sinn der Balkanliteratur von Peter Handke - Eine Interpretation auf Grundlage seines Reiseberichts Eine winterliche Reise zu den Flüssen Donau, Save, Morawa und Drina oder Gerechtigkeit für Serbien
Authors
탁선미
Issue Date
Dec-2018
Publisher
한국독어독문학회
Keywords
Peter Handke; der Jugoslawienkrieg; der Balkan; Serbien; Drina; 페터 한트케; 유고 해체전쟁; 발칸; 세르비아; 드리나 강
Citation
독어독문학, v.59, no.4, pp 113 - 140
Pages
28
Indexed
KCI
Journal Title
독어독문학
Volume
59
Number
4
Start Page
113
End Page
140
URI
https://scholarworks.bwise.kr/hanyang/handle/2021.sw.hanyang/148770
DOI
10.31064/kogerm.2018.59.4.113
ISSN
2713-9808
Abstract
1996년 발표된 페터 한트케의 세르비아 여행기는 그의 제 2기 발칸문학의 정점이자 소위 한트케 논쟁을 점화시킨 핵심 텍스트였다. 문학적 퇴행으로까지 폄하되며, 작가의 문학 전체에 대한 호불호마저 갈라놓은 그의 발칸 텍스트들은 그러나 냉전 종식이후 동유럽 구 유고지역을 역습한 민족갈등과 전쟁에 대한 독보적인 문학적 반응이었다. 유고슬라비아를 남슬라브 민족들의 저항의 역사공동체와 그 정신이 실현된 이상적 공간으로 생각했던 한트케는 발칸 민족들의 분리·독립운동을 서유럽을 지향하는 차별적 ‘발칸’정치학으로 비판하였다. 적과 우리 편을 나누는 이분법의 틀로 유고 전쟁을 재단하고 세르비아를 일방적으로 폄하하는 서구 주류 언론에 맞서 한트케는 언어예술가로서 유고의 또 다른 현실을 발견하고자 했다. 하지만 역사적 아우라 속에서 이상화된 유고슬라비아를 옹호하려는 그의 발언과 행보는 전쟁의 현실정치에서는 규범의 위반이자 스캔들이었다. 다른 한편 세르비아 여행기는 장소와 공간에 대한 주관적 체험의 기록으로, 발칸은 소박한 인간들의 기억과 희망 속에서 배타적 영토경계에 맞서는 평화와 공존의 공간으로 나타난다. 유고 전쟁 후 이 지역에서 지금까지 잔존하는 민족갈등과 배타적 민족주의 정치학을 염두에 두면서, 필자는 한트케의 발칸 토포그래피에 나타난 탈민족주의적인 역사적 지정학적 논리를 탐색하고 동시에 그것을 현재의 체험으로 변용시키는 신화적 공간시학의 구조를 밝힐 것이다.
Mit der Veröffentlichung seines Reiseberichts in der Süddeutschen Zeitung im Januar 1996 ist Peter Handke zur Zielscheibe der politisch-öffentlichen Debatte über den aktuellen Krieg auf dem Balkan geworden und seitdem über Jahrzehnte hinaus durch die westlichen Medien als Vertreter der serbischen Sache verfemt worden. Seine Balkantexte aus den 1990er Jahren stellen jedoch wie kein anderer Text zu dieser Zeit eine genuin literarische Gestaltung der kriegerischen Zeitgeschichte dar. Peter Handke hält das große Jugoslawien für einen idealen Hort für die südslawischen Völker auf dem Balkan, die sich mit ihrem friedlichen Zusammentun nach dem Zerfall der österreichischen und ungarischen Doppelmonarchie und durch ihren gemeinsamen Widerstand gegen das NS-Regime während des 2. Weltkriegs immer mehr angenähert haben. Er bedauert also den durch einzelne Völker erhobenen Anspruch nach einem eigenen Staat und kritisiert die Bemühung der Slowenen und Kroaten, sich vom serbischen Balkan abzugrenzen, als einen Selbstwiderspruch. Aber mit einer solcher Einstellung zum Jugokrieg steht Handke gerade quer zu dem politischen Konsensus der westlichen Welt und stellt ihr Selbstverständnis über den durch die NATO geführten, gerechten Krieg in Frage. Die Medien nahmen den Schriftsteller aufs Korn anstatt den Krieg selbst. Die dritte poetische Wirklichkeit, die er über die ästhetisch-subjektive Wahrnehmung der serbischen Flusslandschaft ins Leben ruft, widersteht allerdings dem nationalstaatlich-ideologisch definierten Dualismus vom Guten und Bösen. In ihr wird das friedliche Miteinander der Völker imaginiert und geträumt. Sein Reisebericht lässt sich insofern als eine Geopoetik verstehen, als dass er versucht, den sich um ihre exklusive nationale Souveränität streitenden Völkern eine alternative Vorstellung über den Balkanraum in Aussicht zu stellen.
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